Leitfaden für Heimladegeräte für Elektroautos:

Der Besitz von Elektrofahrzeugen nimmt in ganz Deutschland rasant zu – und damit steigt auch die Bedeutung von Heimladelösungen. Die Installation einer passenden Ladestation zu Hause beseitigt Reichweitenangst und stellt sicher, dass Ihr Fahrzeug jeden Tag einsatzbereit ist. Da es verschiedene Ladegeschwindigkeiten und Installationsmöglichkeiten gibt, ist es wichtig, die Optionen zu verstehen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen, die zu Ihrem Fahrzeug und Ihrem Lebensstil passt.

Leitfaden für Heimladegeräte für Elektroautos:

Elektroautos sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern prägen bereits heute das Straßenbild in Deutschland. Für viele Besitzer stellt sich jedoch die Frage nach der optimalen Lademöglichkeit zu Hause. Eine eigene Ladestation bietet nicht nur Bequemlichkeit, sondern auch Unabhängigkeit von öffentlichen Ladesäulen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Heimladegeräte, von der Auswahl über die Installation bis hin zu technischen Details.

Leitfaden für Heimladegeräte für Elektroautos: Geschwindigkeit und Installation

Die Ladegeschwindigkeit einer Wallbox hängt maßgeblich von der Ladeleistung ab, die in Kilowatt (kW) gemessen wird. Gängige Modelle bieten Leistungen zwischen 3,7 kW und 22 kW. Eine 11-kW-Wallbox lädt ein durchschnittliches Elektroauto mit einer 60-kWh-Batterie in etwa fünf bis sechs Stunden vollständig auf, während eine 22-kW-Variante die Ladezeit theoretisch halbieren kann. Allerdings unterstützen nicht alle Fahrzeuge diese hohe Ladeleistung, weshalb eine Abstimmung auf das eigene Fahrzeugmodell wichtig ist. Die Installation sollte stets von einem zertifizierten Elektriker durchgeführt werden, der die Hausinstallation prüft und sicherstellt, dass der Stromanschluss die erforderliche Leistung bereitstellen kann. Zudem ist bei Wallboxen über 11 kW eine Genehmigung des Netzbetreibers erforderlich.

Was macht eine Heimladestation für Elektroautos ideal?

Eine ideale Heimladestation zeichnet sich durch mehrere Faktoren aus. Zunächst sollte die Ladeleistung zum eigenen Fahrzeug und den individuellen Bedürfnissen passen. Wer täglich nur kurze Strecken fährt, kommt oft mit einer 11-kW-Wallbox gut zurecht. Weitere wichtige Kriterien sind Sicherheitsfunktionen wie ein integrierter Fehlerstromschutzschalter, eine robuste Bauweise für den Außenbereich und smarte Funktionen zur Steuerung per App. Einige Modelle bieten zudem die Möglichkeit, den Ladevorgang zeitlich zu steuern, um von günstigeren Nachtstromtarifen zu profitieren. Auch die Kompatibilität mit Photovoltaikanlagen wird zunehmend wichtiger, da viele Hausbesitzer ihren selbst erzeugten Solarstrom zum Laden nutzen möchten. Eine benutzerfreundliche Bedienung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis runden das Profil einer idealen Heimladestation ab.

Die schnellsten Wallboxen für Zuhause: Was Sie wissen sollten

Wer Wert auf schnelles Laden legt, sollte sich mit 22-kW-Wallboxen auseinandersetzen. Diese bieten die höchste am Markt verfügbare Ladeleistung für den Heimbereich. Allerdings gibt es einige Einschränkungen: Zum einen muss das Elektroauto dreiphasiges Laden mit entsprechender Leistung unterstützen, zum anderen ist ein Drehstromanschluss mit ausreichender Absicherung erforderlich. In älteren Häusern kann eine Verstärkung der Hausinstallation notwendig sein. Zudem muss die Installation einer 22-kW-Wallbox beim Netzbetreiber nicht nur angemeldet, sondern auch genehmigt werden. Trotz der höheren Anschaffungs- und Installationskosten kann sich eine solche Investition lohnen, wenn regelmäßig große Reichweiten benötigt werden oder mehrere Elektrofahrzeuge im Haushalt geladen werden sollen. Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit wird jedoch immer durch das schwächste Glied in der Kette begrenzt, sei es das Fahrzeug, das Ladekabel oder die Wallbox selbst.

Wallboxen für zuhause: Unterschiede zwischen 11 kW und 22 kW

Der Hauptunterschied zwischen 11-kW- und 22-kW-Wallboxen liegt in der Ladeleistung und damit in der Ladezeit. Eine 11-kW-Wallbox nutzt dreiphasigen Wechselstrom mit je 16 Ampere pro Phase, während eine 22-kW-Variante 32 Ampere pro Phase bereitstellt. In der Praxis bedeutet dies, dass eine 22-kW-Wallbox theoretisch doppelt so schnell lädt wie eine 11-kW-Version. Allerdings können viele gängige Elektroautos nur mit maximal 11 kW laden, wodurch die höhere Leistung nicht ausgenutzt werden kann. Ein weiterer Unterschied liegt in den rechtlichen Anforderungen: Während 11-kW-Wallboxen lediglich beim Netzbetreiber angemeldet werden müssen, ist für 22-kW-Modelle eine Genehmigung erforderlich. Auch die Kosten unterscheiden sich: 22-kW-Wallboxen sind in der Anschaffung teurer, und die Installation kann aufwendiger sein, da möglicherweise Anpassungen am Hausanschluss notwendig sind. Für die meisten Privathaushalte reicht eine 11-kW-Wallbox vollkommen aus, da das Fahrzeug über Nacht ausreichend Zeit zum Laden hat.


Wallbox-Typ Anbieter Ladeleistung Geschätzte Kosten
Standardmodell 11 kW ABL, Heidelberg, Wallbe 11 kW 500–900 Euro
Premiummodell 11 kW Webasto, KEBA 11 kW 800–1.200 Euro
Standardmodell 22 kW Mennekes, ABL 22 kW 900–1.400 Euro
Smartes Modell mit App go-eCharger, Easee 11–22 kW 600–1.100 Euro

Die genannten Kosten, Preise oder Schätzungen basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Es wird empfohlen, vor finanziellen Entscheidungen eine unabhängige Recherche durchzuführen.


Installation und Stromanschluss: Was Hausbesitzer beachten müssen

Die Installation einer Wallbox ist kein einfaches Heimwerkerprojekt, sondern erfordert Fachkenntnis. Zunächst muss geprüft werden, ob der Hausanschluss die gewünschte Ladeleistung bereitstellen kann. In vielen Fällen ist eine separate Zuleitung vom Sicherungskasten zur Wallbox notwendig. Der Installationsort sollte möglichst nah am Stellplatz des Fahrzeugs liegen, geschützt vor Witterungseinflüssen sein und ausreichend Platz für das Ladekabel bieten. Vor der Installation muss die Wallbox beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden. Bei Ladeleistungen über 11 kW ist zusätzlich eine Genehmigung einzuholen. Die Installationskosten variieren je nach örtlichen Gegebenheiten und liegen typischerweise zwischen 500 und 2.000 Euro. Faktoren wie die Entfernung zum Sicherungskasten, notwendige Wanddurchbrüche oder Erdarbeiten beeinflussen den Preis. Mieter sollten vor der Installation die Zustimmung des Vermieters einholen, haben jedoch seit 2020 einen rechtlichen Anspruch auf die Genehmigung einer Lademöglichkeit.

Die Anschaffung einer Heimladestation ist eine Investition in die Zukunft der Elektromobilität. Mit der richtigen Wallbox, fachgerechter Installation und Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse lässt sich das Elektroauto bequem und effizient zu Hause laden. Die Auswahl zwischen 11 kW und 22 kW hängt von verschiedenen Faktoren ab, wobei für die meisten Haushalte eine 11-kW-Lösung ausreichend ist. Eine sorgfältige Planung und die Beauftragung eines qualifizierten Elektrikers sorgen dafür, dass die Ladestation sicher und zuverlässig funktioniert.